Buchfink
Fringilla coelebs L.
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Aus Liedern und Gedichten der Kindheit ist der Fink wohl jedem von uns
vertraut. Als häufiger Vogel und zugleich als furchtloser Kulturfolger
des Menschen hat ihn wohl auch jeder, der mit wachen Augen durch die Natur
geht, schon gesehen. Der Buchfink ist der Prototyp des Finkenvogels: ein
kräftiger, bunt gefärbter Körnerfresser.
Merkmale: Beim Weibchen Oberkopf, Nacken und Halsseiten graublau,
im Winter bräunlichgrau, Rücken kastanienbraun, Bürzel grün,
Gesicht und Unterseite rotbraun, Schnabel blau, im Ruhekleid hornfarben.
Weibchen olivgrau. Beide mit zwei weißen Flügelbinden.
Sein schmetternder Gesang endet mit einem
Überschlag. Ruf- und Sangesfreudig. Außerdem ruft er häufig
seinen Namen "Fink" und seinen sogenannten Regenruf
"trüb".
Verwechslung: Evtl. mit Bergfink, der jedoch einen weißen
Bürzel hat.
Vorkommen: Überall wo es Bäume gibt in Stadt und Land.
Außerhalb der Brutzeit gesellig, und dann auch in der Kultursteppe.
Teilzieher, bei dem vor allem die Weibchen und Jungen wegziehen. Daher
hat er seinen lateinischen Namen coelebs (= Zölibat)!
Nahrung: Samen aller Art, kommt gerne ans Futterbrett. Im Frühjahr
und Sommer überwiegen Insekten und Spinnen. Am Boden suchend und in
Baumkronen jagend.
Fortpflanzung: Nest gut mit Flechten getarnt in 2-10 m Höhe
in der Astgabel eines Baumes, aber auch im Efeu. Gelege meist 3-5 Eier.
Brutdauer 12-13, Nestlingszeit 12-15 Tage. 2 Jahresbruten.
Systematische Einordnung: Der Buchfink gehört zu der Familie der
Fringillidae. Er heißt zoologisch Fringilla coelebs. Der Kanarenbuchfink wird
Fringilla teydea genannt und der Bergfink Fringilla montifringilla.